Das war der Kongress 2017

Das waren die GFF PRAXISTAGE 2017 in Karlsruhe-Ettlingen.

Rund 160 Teilnehmer sind erneut zu den GFF PRAXISTAGEN gekommen – und waren sich weit überwiegend nach dem Freitag/Samstag-Termin Anfang November in Ettlingen einig: Tipps reichlich, Praxisbezug wie nie, Veranstaltung 2019 gesetzt.

Glasermeister und stellvertretender Landesinnungsmeister Wolfgang Gastel in Baden-Württemberg resümierte kurz und bündig: „Also, wer die beiden Tage verpasst hat, der ist selbst schuld.“ Trotz Herbstferien in Bayern und Baden-Württemberg haben sich rund 160 Teilnehmer die dritte Auflage der GFF PRAXISTAGE nicht entgehen lassen. Sie erlebten Hands on-Montage (im Günthner/MHZ-Workshop), eine spektakuläre Live-Einbruchshow von ö.b.u.v. Sachverständigem Karl-Heinz Volk im Expertenfenster Sicherheit powered by GFF BW, Referentenlegende Jürgen Sieber, ab jetzt bekannt als in Sachen Rissen ermittelnder Geheimagent 00Sieber, dessen Verbandskollegen Jan Eiermann und Andreas Richter mit ihrer interaktiven Präsentation des GFF BW-Fensterbautools und ihren Geschäftsführer Waldemar Dörr, Prof. Dr. Jens Schneider von der TU Darmstadt, BIM Martin Georg Gutmann und BF-GF Jochen Grönegräs in der von GFF-Chefredakteur Reinhold Kober moderierten Diskussion zur Normenverschärfung mit dem laut DIN 18008 künftig verpflichtenden Einsatz von Sicherheitsglas („Lobbyarbeit auf dem Rücken des Handwerks?“). Gastel lud Grönegräs, der die Normenänderung mit dem vorgeschriebenen Einsatz von Sicherheitsglas ab Brüstungshöhe verteidigte, noch als dieser auf der Bühne saß, zu seinem Kunden ein, um ihm den Hintergrund der künftigen Verteuerung zu erklären; dieses Detail zeigt einen Grundgedanken der Veranstaltung: Hier geht es nicht um Frontbeschallung nach dem Motto „Der eine doziert, der andere schreibt mit“; auf den GFF PRAXISTAGEN stehen Austausch auf Augenhöhe und die größtmögliche Beteiligung der Teilnehmer im Fokus.

Zum Start hatte Ingo Leuschner, der Leiter des ift-Sachverständigenzentrums, gezeigt, an welchen Stellen die am Bau Beteiligten heute mit dem Eintritt von Feuchtigkeit zu kämpfen haben. Auch er hatte sich einige knackige Aussagen zurechtgelegt: „Das Stulpfenster ist für mich der SUV der Fensterbranche.“ Er machte deutlich, dass nicht jeder Tropfen Tauwasser als Grundlage einer Reklamation herhalten könne.

Türen aufbrechen mit der PET-Flasche

Richtig in die Vollen ging es am ersten Tag mit dem Expertenfenster Sicherheit powered by GFF BW. Erster Kriminalhauptkommissar Hans-Joachim Rausch, Leiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, führte u. a. unter Bezugnahme auf die sog. Kölner Studie von 2011 mit der Feststellung ins Thema ein, dass drei Viertel der Einbrüche durch Fenster, Balkon- und Terrassentüren auf das Aufhebeln der Elemente an der Öffnungsseite zurückgehen (76,2 Prozent). Sachverständiger Karl-Heinz Volk sorgte dafür, dass manch einer der Teilnehmer, die aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem deutschsprachigen Ausland angereist waren, den Atem anhielt: Mit einer PET-Flasche bzw. einem Teil davon führte er unter den Augen der kopfschüttelnden Fensterprofis vor, wie schnell eine nicht verschlossene Wohnungseingangstür offen ist.

Auf www.comedy-redner.de finden Sie Informationen über einen Digitalisierungsexperten der anderen Art, der noch vor der Abendveranstaltung für gelöste Stimmung sorgte. Gastel fasste stellvertretend für viele Stammbesucher zusammen: “Für mich war das die bisher beste Veranstaltung. Sie ist schwierig zu toppen.”